Thailand Info: Visum | Einreisebestimmung | Sicherheitshinweise

Visum (Touristenvisum)

Grundsätzlich sind deutsche Staatsangehörige, sofern sie nicht länger als 30Tage im Land bleiben wollen, nicht Visumpflichtig. Lediglich ein Wiederausreiseticket wird ggf. gefordert. Dies kann ein Flugticket, Bus- oder Zugticket sein. Hauptsache man kann die Absicht das Land zu verlassen, nachweisen.

Visa on arrival bzw. Visa freier Aufenthalt

Mit einem deutschen Reisepass (auch vorläufig) der noch mind. 6 Monate gültig ist bekommt man eine 30 tägige visumfreie Aufenthaltsgenehmigung direkt am Flughafen. Aber auch eine Einreise auf dem Landweg/Seeweg ist möglich. Jedoch auf max. 2X pro Kalenderjahr begrenzt.

Wichtig: Ein Visumfreier Aufenthalt ist in Thailand auf 90 Tage pro 6 Monate begrenzt.

Visum im Land verlängern

Es ist möglich seinen visafreien Aufenthalt auch im Land um max 30 weitere Tage zu verlängern. Dies geschieht bei einem Immigrations-Büro und ist vor Ablauf der ersten 30 Tage zu beantragen. Am besten ca. 10 Tage vor Ablauf des laufenden Visa bzw. Aufenthaltserlaubnis. Benötigt wird ein Passfoto und sein Reisepass mit mind. 6 Monaten Gültigkeit. Die Kosten belaufen sich dafür auf 1.900 Baht. Das sind etwas 50 €

Touristenvisum für 60 Tage in Thailand (einmalige Einreise)

Es ist möglich ein Visum für 60 Tage für Thailand zu beantragen. Dieses muss vorab in einer thailändischen Auslandsvertretung beantragt werden. Dies kann im Heimatland sein, oder auf Reise in irgendeinem anderen Land mit einer Thailändischen Auslandsvertretung.

 

Voraussetzung sind hierfür:

  • Vollständig ausgefüllter Thailand Visum Antrag: Gibt’s vor Ort im Konsulat oder zum Download
  • 2 Passbilder
  • Original Reisepass min. 6 Monate Gültigkeit ab Einreisedatum in Thailand
  • Kopie des Reisepasses
  • Reisenachweis: Kopie des Flugtickets oder Buchungsnummer der Reise.
  • Weiterflugticket, bzw. Ausreiseticket. Dies kann ein Flug,- Zug,- oder Schiffticket sein. Hauptsache man macht irgendwie glaubhaft, dass man das Land auch wieder verlässt.
  • 30€ in bar
  • von Kindern wird die Geburtsurkunde in Kopie benötigt.

hier gibt es das Merkblatt zum download.

Touristenvisum 6 Monate mit beliebig vielen Einreisen

Es gibt seit dem 13. November 2015 ein 6 Monats-Visum. Bei diesem darf man zwar leider nicht 6 Monate am Stück in Thailand bleiben, jedoch 60 Tage. Dann muss man einmal ausreisen und darf direkt wieder rein nach Thailand.

Dieses Visum bekommt du ausschließlich in deinem Heimatland. Also in dem Land, in dem du deinen ständigen Wohnsitz nachweisen kannst.

Du benötigst für dieses Visum die selben Nachweise und Unterlagen wie oben für das 60 Tage Visum.

Zusätzlich jedoch:

  • ein Vermögensnachweis von 5.000€
  • 150€ Visagebühr

Auch bei diesem Visum kann man im Land selber nochmal in den Immigrant-Offices das Visum um weitere 30 Tage für 1900 Bath verlängern, bevor man einmal ausreisen muss. Auf diesem Wege bekommt man theoretisch einen Gesamtaufenthalt von 270 Tagen.

Zusammengefasst: Man hat sein 6 Monats-Visum bei welchem man eigentlich alle 2 Monate einmal ausreisen muss. Nun verlängert man aber im Land seinen Aufenthalt und kann somit 3 Monate am Stück in Thailand bleiben. Dies macht man 3X hintereinander und kommt somit auf 270 Tage.


Einreisebestimmung

Reisedokumente

 

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

 

Zollvorschriften

 

Ein und Ausfuhr von Devisen

Bargeldbeträge über 20.000US$ müssen angegeben werden.

 

Antiquitäten

Buddha-Figuren und Bilder sind nur mit Genehmigung auszuführen. Genehmigungen bekommt man von der Fine Arts Department.

 

Souvenirs

Die Ausfuhr von z.B. Krokodil-Schlangen- und Elefantenleder unterliegen dem Washingtoner Artenschutzabkommen. Detaillierte Informationen findet ihr hier: Washingtoner Artenschutzabkommen

 

Zigaretten

Bis zu 200Zigaretten darf man mit ins Land nehmen.

ABER E-Zigaretten oder sonstige Verdampfer mit ins Land zu bringen sollte man unbedingt unterlassen. Diese sind in Thailand verboten und es droht eine Haftstrafe von bis zu 10Jahren.

 


Besondere strafrechtliche Vorschriften

Ausweispflicht

In ganz Thailand muss man sich jederzeit ausweisen können. Dafür reicht jedoch eine Fotokopie.

 

Majestätsbeleidigung

Thailand ist ein Königreich. Und auch nach dem Tod von Bhumibol, dem langjährigen und sehr geschätzten König, genießt das Könighaus großen Respekt. Abfällige Bemerkungen können mit Haftstrafen belegt werden. Natürlich zieht man auch den Zorn der Bevölkerung auf sich, was sehr unangenehm werden kann.

 

Diebstahl

Diebstahl wird mit hohen Haftstrafen geahndet. Auch wenn der Wert geringfügig ist. Dies trifft auch auf zwanghaften Diebstahl zu. (Kleptomanie)

 

Sexueller Missbrauch von Kindern

Zum Glück wird sexueller Missbrauch in Thailand hart bestraft.

Sicherheitshalber sollte man sich den Ausweis zeigen lassen, sollte man unsicher sein, der Partner könne zu jung sein.

 

Zugangsbeschränkung und Mindestalter

Personen unter 20 Jahren ist der Zugang zu Discotheken und Bars verboten. Für Jugendliche unter 18Jahren gilt eine Sperrstunde ab 22Uhr

 

Kleidungsvorschriften

Nacktbaden und baden ohne Bikinioberteil ist verboten.

 

Strafverfahren

Rechtstaatliche Erwartungen wie in Deutschland sollte man vermeiden. Strafverfahren sind langwierig und Rechtsvertretungen unzureichend. Außerdem dauert die Untersuchungshaft lange an, die Haftbedingungen sind sehr hart und jede Verurteilung (auch Bagatelldelikte) hat die Folge, dass man nach verbüßen der Haftstrafe unwiderruflich des Landes verwiesen wird.


Medizinische Hinweise

Impfschutz

Laut Impfkalender des Robert-Koch-Institutes werden folgende Standardimpfungen empfohlen:

  • Tetanus
  • Diphtherie
  • Pertussis (Keuchhusten)Mumps-Masern-Röteln (MMR)
  • Pneumokokken und
  • Influenza

Bei Langzeitreisen werden außerdem folgende Impfungen empfohlen:

 

  • Hepatitis A und B
  • Tollwut
  • Japanische Enzephalitis
  • Typhus

 

Folgendes schreibt das Auswertige Amt:

 

Dengue-Fieber

Dengue-Fieber wird durch den Stich hauptsächlich tagaktiver, infizierter Mücken übertragen. Eine Impfung oder Chemoprophylaxe ist nicht möglich. Dengue-Fieber tritt in Thailand häufig auf, vorwiegend während der Regenzeit von Mai bis Oktober, Stadtgebiete sind oftmals stark betroffen, mit einem Übertragungsrisiko ist aber landesweit zu rechnen. Konsequente Barrieremaßnahmen (Schutz vor Mückenstichen, s. u.) sind die einzig möglichen Schutzmaßnahmen.

 

Chikungunya-Fieber

Chikungunya-Fieber ist analog zu Dengue eine durch den Stich infizierter Mücken übertragene Viruserkrankung mit Fieber und vorrangig z.T. langanhaltenden Gelenkschmerzen. Seit 2008 werden zunehmende Krankheitszahlen in den südlichen Provinzen Thailands, auch in den Touristenzentren, verzeichnet. Auch hier gibt es keine Schutzimpfung. Konsequente Barrieremaßnahmen (Schutz vor Mückenstichen, s. u.) sind die einzig möglichen Schutzmaßnahmen.

 

Malaria

Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (durch Plasmodium falciparum) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Beim Auftreten von Fieber nach einem Thailandbesuch ist eine schnelle Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Malaria tritt in Thailand regionsabhängig ganzjährig auf, ca. 40-50% der Fälle im Land werden durch die gefährlichere Form Plasmodium falciparum hervorgerufen, ca. 50% durch Plasmodium vivax (selten auch Infektionen mit Plasmodium knowlesii). Zunehmende Artemisinin-Resistenzen werden berichtet.

Ein Malariarisiko besteht im nordwestlichen Grenzgebiet zu Myanmar, v. a. in den Provinzen Tak und Mae Hong Son, im westlichen Grenzgebiet in der Provinz Ranong sowie im Süden in der Provinz Yala. Des Weiteren im westlichen Grenzgebiet zu Myanmar (Provinzen Chumphon, Prachuab, Khiri Khan, Kanchanaburi, Petchaburi) sowie im Süden (Narathiwat, Songkhla), im südöstlichen Grenzgebiet zu Kambodscha (Trat, Chantaburi) und auf einigen Inseln (z.B. Ko Chang bei Ranong); außerdem in den ländlichen bewaldeten Regionen von Phuket und Phang Nga.

Das Malariarisiko ist geringer aber vorhanden (mehr in der Regenzeit, weniger in der Trockenzeit) in den Waldgebieten des mittleren Westens sowie der nördlichen und östlichen Landesteile; auf einigen Inseln, z. B. Ko Chang und Ko Mak vor Trat im Südosten, Similan-Inseln in der Andamanensee vor der Provinz Phang Nga im Südwesten.

Ein sehr geringes Malariarisiko besteht in den zentralen Landesteilen und Küstengebieten, auf den meisten vorgelagerten Inseln sowie in den höheren Gebirgslagen.

Großstädte und Touristikzentren wie Bangkok, Pattaya, Hua Hin, Cha Am, Chiang Mai, Ko Samui, Phuket (Stadtgebiet), Krabi (Stadtgebiet), Songkhla (Stadtgebiet), Hat Yai gelten als malariafrei.

 

Neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe (Schutz vor Mückenstichen) kann je nach Reiseprofil für die Risikogebiete ggf. eine Chemoprophylaxe erwogen werden. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:

  • körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • tagsüber (Dengue) und in den Abendstunden und nachts (Malaria) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.

HIV / AIDS

HIV/AIDS ist im Lande insbesondere in den Risikogruppen ein großes Problem. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera

Durchfallerkrankungen treten in Thailand sehr häufig auf. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich Durchfallerkrankungen vermeiden.

Einige Grundregeln

Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen. Einmalhandtücher verwenden.

Neue Influenza A/H1N1 2009 (Schweinegrippe)

Auch in Thailand gibt es seit April 2009 nachgewiesene Infektionen mit der neuen Influenza A/H1N1. Seit Dezember 2009 sind die Fallzahlen deutlich zurückgegangen und mischen sich mit dem Vorkommen der saisonalen Influenza.

 

Saisonale Influenza

 

Die üblichen saisonalen Influenzaviren zirkulieren ganzjährig in Thailand mit leichtem Anstieg der Fallzahlen während und kurz nach den Regenzeiten. Insgesamt ist das Vorkommen aber seltener als in europäischen Gebieten mit größerer Temperaturdifferenz, epidemische Verläufe sind nicht bekannt.

Aviäre Influenza (Vogelgrippe)

Seit Jahren ist in Thailand auch die hochpathogene Form der aviären Influenza („Vogelgrippe“) aufgetreten, in den letzten Jahren ist es allerdings nicht mehr zu menschlichen Erkrankungsfällen gekommen. Fast immer erfolgt die Übertragung  auf den Menschen durch den engen und direkten Kontakt zu infiziertem Geflügel.

Weiter vorkommende Infektionen sind Tollwut, Japanische Enzephalitis sowie Melioidose und  eptospirose.
 
In Thailand kommen diverse giftige Schlangenarten vor (auch in den Stadtgebieten, v. a. während der Regenzeit), hier ist besondere Vorsicht geboten!

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Lande ist insbesondere in Bangkok und auch in den großen Städten von hoher Qualität, auf dem Land entspricht sie evtl. jedoch nicht europäischem Standard. Vielfach fehlen dort auch europäisch ausgebildete, Englisch bzw. Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden. Auch hierzu ist individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll. Daher sollte vor der Reise ein Beratungsgespräch mit einem erfahrenen Tropenmediziner geführt werden.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.


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