F**CK THE SYSTEM!

Teil 1: Der Kapitalismus

Alexander
(c) Alexander Kaspareit

Der Kapitalismus, unser derzeitiges Wirtschaftssystem, ist der Grund für fast jedes Übel auf unserem Planeten. Der Kapitlismus ist ein schwarzes Loch was alles und jeden in sich aufsaugt und aussaugt. Es verlangt immer mehr und mehr. Und umso mehr es absorbiert, umso gefräßiger wird es.

 

Klingt wie aus einem Horrorfilm aber es ist die Realität.

 

Kapitalismus ist der Tumor des Planeten und wird diesen zerstören.

 

 

 

Ich erklär`s gerne in wenigen Sätzen:

 

Kapitalismus ist eine Wirtschaftsform, die sich das Wachstum zum Leitprinzip gemacht hat.

 

Jedes Unternehmen, und in der Summe die verschiedenen Länder streben somit einen immerwährenden Wachstum an. Wachstum entsteht aus Profit. Und wenn ein jedes Unternehmen jeden Monat, Quartal und Geschäftsjahr einen größeren Gewinn generieren muss, ist es eine Frage der Zeit, bis es anfängt unmoralisch zu handeln.

 

Wenn über die Jahre alle ehrbaren, moralischen und legalen Mittel erschöpft sind, dann drängt das System diese Unternehmen in Grauzonen auszuweichen. Wenn auch diese erschöpft sind und der Kapitalismus ein jedes Unternehmen zu noch mehr Wachstum drängt, dann wird`s schlicht und ergreifend illegal.

 

Glaubt ihr nicht?

 

Dann schauen wir uns doch einfach mal die größten Unternehmen der Welt an!

 

 

Apple: Jeder will es, jeder hat es! Das Iphone und natürlich jedes andere Apple-Produkt. Damit Apple auch noch den letzten Cent aus seinen Kunden raus pressen kann lässt es die Geräte in einer Firma namens Foxconn in China produzieren, welche so unmenschliche Arbeitsbedingungen hat, das sich dort zahllose Menschen bereits das Leben genommen haben.

 

Selbstverständlich gehört Steuern zahlen, wie es jeder kleine Arbeiter tun muss, nicht zu den Tugenden von Apple. Sie zahlen nämlich so gut wie gar keine! Steuertricks sei Dank.

 

 

 

Selbiges gilt auch für Coca Cola. Nicht nur, dass das Getränk als solches schon verboten werden sollte weil es im höchsten Maße toxisch ist. Die weltweiten Arbeitsbedingungen sind ebenso skandalös. In vielen Ländern wird 12Stunden am Tag, 7Tage die Woche gearbeitet und kaum Gesundheitsvorkehrungen getroffen. Z.b. wird in Indien das Grundwasser, in der nähe von Coca Cola Anlagen so stark verschmutzt, dass die Menschen dies dort nicht mehr trinken können.

 

Sie mögen den Weihnachtsmann erfunden haben, aber der Grinch wäre passender ;-)

 

 

VW: Kundenverarsche und Abgasskandal war ja allseits bekannt.

 

 

Shell: für die Kontamination der Luft und der Wasserwege im Niger Delta und der Vertreibung von eingeborenen Ogoni Dorfbewohnern durch die Bedrohung ihrer Gesundheit, Sicherheit und Besitzes.

 

Dies trifft natürlich auch auf alle anderen Ölfirmen zu.

BP z.B. hat mit dem blowout der Deepwater Horizon für die größte Umweltkatastrophe jemals gesorgt. Tiefseebohrungen wurden bewilligt, nachdem entsprechende Ämter großzügig „beschenkt“ wurden. Exxon ist ebenso ein Sauverein und hat in Alaska unbeschreiblichen Schaden verursacht.

Nike: für die Ausbeutung von Arbeitern in Sweatshops, das Versagen für sichere Arbeitsbedingungen zu sorgen und für Verträge mit Baumwolllieferanten die nachweislich auf Sklavenarbeit zurückgreifen.

 

Nestle: für die unsinnige Vermarktung von Babynahrung an stillende Mütter, der Verkauf von abgefülltem Wasser und das Versagen die Kinderarbeit auf den Kakaofeldern zu unterbinden.

 

 

Deutsche Bank: Das Geschäft mit Waffen und Krieg. Auf weit über 6 Milliarden Dollar werden ihre Kredite und Beteiligungen, an Waffenhersteller und Kriegsprofiteure geschätzt.

 

 

Diese Liste würde nie enden. Am besten googelt ihr selber mal ein bisschen.

 

 

 

 

 

 

 

Was benötigt der Kapitalismus:

 

  1. Eine gekaufte Regierung die der Wirtschaftslobby jeden Wunsch erfüllt sei er auch noch so grausam.

  2. Soldaten, die weltweit die Ressourcen sichern und dies unter dem Deckmantel der humanitären Hilfe.

  3. Konsumenten die ohne darüber nachzudenken sich einfach jeden verdammten Scheiß kaufen der ihnen angeboten wird.

 

Wir gaukeln unseren Kindern vor, dass die Welt in Ordnung ist. Wir wollen sie ja nicht desillusionieren also leben wir ihnen eine Lüge vor. Und anstatt ihnen im fortgeschrittenen Alter die Augen zu öffnen, pressen wir sie ebenso in das System. Bloß nirgends anecken. Was sollen sonst die Nachbarn sagen. Die Kinder werden geprägt von ihren Eltern und ihren Freunden, Spielkameraden und Schulfreunden. Und was ist es, was sie in ihrer kleinen Welt lernen? Das man sich nur über Konsum und Besitz in der Welt behaupten kann. Nur dann wird man anerkannt, als einer von ihnen akzeptiert. Und selbst wenn das Umfeld des Kindes es nicht schaffen sollte, eine kapitalistische Grundeinstellung zu erzeugen, dann wird es der Fernseher schaffen. Süße Stimmen Flüstern ihnen Wünsche ein und verwenden perfide Psychologie, damit das Kind diese Befehle als ihre eigene Überzeugung wahr nehmen.
Und wir Eltern machen diesen Beschiss auch noch mit. Wollen wir doch die kleinen Kinderherzen glücklich machen und ehe man sich versieht verwandeln sich unsere Süßen Zwerge zu Konsummonstern. Mission complete.
Aber ich verstehe das, es ist schwer im System zu leben, ohne Teil des Systems zu sein.

Teil 2: Die Gesundheit- und Lebensmittellüge

Viele Menschen arbeiten Beständig auf ihren eigenen körperlichen Verfall hin. Und wenn er dann eintrifft, fallen sie aus allen Wolken weil sie nicht verstehen können warum das passiert. Wenn sie zum Beispiel an Krebs erkranken oder an einer Stoffwechselkrankheit geben sie Gott oder dem Schicksal die Schuld. Sie heben die Hände zum Himmel und fragen: Warum ausgerechnet ich? Womit habe ich das verdient?
Die Antwort ist einfach: Diese Menschen haben beständig darauf hin gearbeitet diese Krankheit zu bekommen. Natürlich nicht absichtlich. Keiner hat gerne Krebs. Viele Menschen wissen einfach nicht, dass sie durch ständige Fehlernährung tödliche Krankheiten bekommen können.
Natürlich können auch andere Faktoren daran mitwirken. Zum Beispiel starker Stress, Rauchen, giftige Umwelteinflüsse wie Smog, Strahlungen jeglicher Art oder einfach Genetik.
Gegen äußerliche Einflüsse kann man leider wenig machen, aber man kann seinen Körper im Kampf gegen die Schadstoffe und freien Radikalen unterstützen.
Und wie? Eigentlich ganz einfach: Indem man sich gesund ernährt.

Vor hundert Jahren erkrankte jeder achtzigste Mensch an Krebs. Heute ist es fast jeder 3. Und 2020 wird es so gut wie jeder sein.

Woran liegt das?
In einem Wirtschaftssystem indem jeder Unternehmer den größtmöglich Profit anstrebt, wird selbstverständlich die Lebensmittelindustrie keine Ausnahme darstellen. Im Gegenteil. Sie hat erkannt, dass der tägliche Bedarf an Nahrung eine wundervolle Geldmaschine sein kann. Außerdem hat sie begriffen, dass Menschen immer mehr essen als es ihnen eigentlich gut tut. Und ganz besonders dann, wenn man eine große Portion Zucker mit rein rührt. Zucker hat nämlich den positiven Effekt, dass dieser stark süchtig macht und man seine Kunden wie ein Drogendealer, meist für ewig an sich bindet. Natürlich konkurrieren die verschiedenen Hersteller mit immer neuen, ausgefallenen „Lebensmitteln“ welche sich im Zuckergehalt stetig überbieten. Um die Produktionskosten weiter zu senken, werden viele chemische statt natürliche Zutaten mit rein gerührt was den meisten Endverbrauchern völlig egal ist, Hauptsache man hat am Ende einen Zuckerrausch.

 

Nach dem Zuckerflash fühlt man sich natürlich total im Eimer, aber das war es schließlich wert. Und weil's so geil ist, hört man am besten gar nicht mehr auf mit dem Gefresse.

 

Dies hat den blöden Nebeneffekt, dass man sich damit ganz gehörig sämtliche innere Organe zerstört und den bösen Krebszellen Tür und Tor öffnet.

 

Der Konsument fällt nun aus allen Wolken und begreift den Zusammenhang gar nicht. Aber das muss er auch gar nicht, irgend ein Arzt erzählt ihm was von „erblich bedingt... bla bla bla“ aber alles halb so wild. Man erhält zu all dem Gift was man sich über die Jahre rein gepfiffen hat eine unglaublich zerstörerische Chemiebombe serviert, welche im besten Fall hauptsächlich den bösen Krebs zerstören oder zumindest zurück drängen soll. Natürlich will die Pharmaindustrie keine geheilten Patienten, deswegen machen sie einfach ein Geheimnis daraus, wie es zu diesem unerwarteten Zwischenfall mit dem Tumor kommen konnte und erwarten den Kunden in wenigen Jahren erneut. Ist ja auch viel besser, als nur einmal verdienen. Richtig viel Glück hat die Pharmaindustrie wenn das Subjekt für viele Jahre mit dem Tumor ringt und permanent Medikamente benötigt.

 

Ebenfalls freuen sich die Medikamentenhersteller, wenn sich bei den Konsumenten andere lästige Nebenerscheinungen, wie Bluthochdruck oder Diabetes einstellt. Da kann man herrlich dran verdienen. Das ist alles so total geil wenn man sich einfach durch ein Kaufhaus treiben lässt und so viele coole Toxine mit nach Hause bringt und diese auch noch isst. Auf diese Weise kann man unglaublich vielen Wirtschaftszweigen enorme Dienste leisten.

 

"die haben da nichts mehr zu Fressen und ich hab Steine im Magen" - Text von fettes Brot

Teil 3: Zukunft der Arbeit – Kann man ohne Arbeit glücklich sein?

 

Vor einiger Zeit gab es bei der ARD das Thema: Zukunft der Arbeit. Welche Jobs jetzt schon wegen Automatisierungen in Gefahr sind und welche noch folgen. Es wurden Beispiele genannt für bedingungsloses Grundeinkommen usw. Das fand ich ganz interessant.

 

Passend dazu hörte ich neulich im Autoradio eine Dame die sich für ihren Job stark machte. Sie ist gelernte Glas und Gebäudereinigerin und wünscht sich mehr Anerkennung und Dank für Ihre Tätigkeit. Sie liebt ihren Job und hat sich bewusst für diesen entschieden. Sie fürchtet jedoch, dass sie diesen Job bald nicht mehr machen kann, da dieser womöglich irgendwann von Putzrobotern übernommen werden wird.

 

Selbstverständlich verdient ein solcher Job Respekt und sollte nicht belächelt werden. Jemand räumt anderer Leute Müll weg, beseitigt fremder Leute Dreck. Jeder Mensch sollte dankbar dafür sein, dass es andere Menschen gibt, die Jobs machen (aus welchen Gründen auch immer) für die man sich selber zu schade ist. Dazu zählen zahllose Jobs wie Putzkräfte, Tatortreiniger, Klärwerkstaucher, Tierkadaver-Entferner, Kammerjäger oder Arbeiter für Tesco in Fukushima, NACH dem Supergau. Über 20.000Menschen sind nach dem Supergau dort beschäftigt gewesen von denen viele bereits Krebs bekommen haben.

 

Nochmal: Es sind wichtige Jobs und verdienen den aller höchsten Respekt!

 

ABER: Wenn ich höre, dass es deren Traumjob sei und sie sich keinen besseren vorstellen können... Tja, dann kann ich das nicht so ganz glauben.

 

Würdet diese Leute diesen Job auch machen, wenn sie dafür keinen Lohn bekommen würden? Einfach weil es ihre Leidenschaft ist? Wohl kaum. Es sei denn sie sind masochistisch veranlagt oder leiden an sonstigen Psychosen.

 

Ich finde "normale" Jobs ja schon blöd und sehe darin keine Bereicherung für mein Leben. Welch

Existenznot treibt Menschen dazu Klärwerkstaucher zu werden und in fremden Exkrementen zu baden?

 

Und gleichzeitig höre ich die besorgten Bürger, welche sich fürchten, fremde Roboter nehmen ihnen in der Zukunft die Arbeitsplätze weg ;-))

 

"Heute tolerant, morgen fremd im eigenen Klärbecken" – Zuviel der Liebe für die Farbe braun... ihr wisst was ich meine.

 

Meine Meinung dazu:

 

Man sollte den Fortschritt nicht künstlich aufhalten! Wenn es Roboter, Maschinen und Software gibt, die einem die Arbeit erleichtern oder sogar ganz abnehmen: Ist doch super!

 

Warum sollte sich ein gesunder und normal denkender Mensch zum Beispiel an ein Laufband stellen und Dinge sortieren, was ebenso gut, und wahrscheinlich viel besser, eine wie auch immer geartete Maschine übernehmen könnte.

 

Dieser Mensch wäre auf einmal frei. Er müsste sich nicht mehr jeden Tag von früh bis spät knechten. Eine triviale Tätigkeit ausüben als wäre sein Leben für nichts anderes zu gebrauchen als Dinge zu sortieren.

 

Aber wovon soll er dann bitteschön leben? Das ist doch die entscheidende Frage.

 

Es geht von Anfang an nur um die finanzielle Existenz.

 

Es geht um Leben was gelebt werden will. Doch zum Leben gehört Geld. Und Geld bekommt man nur für Arbeit.

 

Macht uns also wirklich die Arbeit glücklich, oder ist es doch ehr das Geld was man mit der Arbeit verdient? Und auch nicht das Geld, sondern die Dinge die man sich davon kauft... Aber eigentlich auch nicht mal diese.... später dazu mehr.

 

 

Menschen fürchten sich vor dem technologischen Fortschritt, weil ihre Existenz bedroht ist. Das ist schlicht und einfach der Grund.

 

Keiner fürchtet sich wirklich vor dem T1000 und Skynet weil die Maschinen die Menschheit versklaven wollen.

 

NEIN!

 

Arbeit versklavt uns. Und das immer hungrige Wirtschaftssystem welches in ihrem grenzenlosen Kapitalismus alles und jeden verschlingt. Den Fortschritt, zumindest auf den Arbeitssektor, am liebsten anhält, damit man bloß weiterhin die Kaufkraft behält, dass sinnlose Konstrukt dieses Systems aufrecht zu erhalten.

 

Der Fortschritt ist also nicht das Problem, sondern das System welches unsere Existenz in Geiselhaft hält.

 

Von den täglichen 24 Stunden die einem gegeben sind verpennt man i.d.R. 8 und weitere 8 gehen für die Arbeit drauf. Ziehen wir Mahlzeiten, WC-Zeiten und Fahrzeiten ab, bleibt ein Häufchen bemitleidenswerte FREIZEIT übrig. Und für dieses bisschen Freizeit werfen wir Jahre unseres Lebens weg.

 

 

 

Wenn fast alles automatisiert werden könnte, wäre es dann nicht an der Zeit die Menschheit aus der Sklaverei zu befreien?

 

Könnte man dann nicht den skrupellosen Kapitalismus ablösen und zu einer ressourcenbasierten Wirtschaft wechseln?

 

Wenn es kein Sinn macht arbeiten zu gehen, weil Maschinen einem diese Zeit verschwendene Tätigkeit nun mal abnehmen, wir dieses nur noch tun, damit wir an die lebensnotwendigen Ressourcen kommen, die ebenfalls automatisiert abgebaut werden, weil jemand dafür Geld verlangt?

 

 

 

Wäre ein bedingungsloses Grundeinkommen mit einer 5 bis 10 Stundenwoche nicht eine sinnvolle Lösung zum Übergang zu einer ressourcenbasierten Wirtschaft? Also einer Wirtschaftsform welche alle verfügbaren Ressourcen frei zur Verfügung stellt ohne direkte Bezahlung.

 

 

 

Natürlich wäre das irgendwann die logische Konsequenz wenn keiner mehr arbeiten braucht, bzw. kann, weil alles automatisiert ablaufen würde.

 

Ebenso natürlich ist es, dass unsere derzeitigen, übermächtigen Platzhirsche sich ungern vom Kapitalismus trennen da ihr geliebtes Geld dann nichts mehr wert wäre.

 

 

 

Bist du also wirklich „glücklich“ mit deinem Job oder macht du ihn nur weil du auf das Geld angewiesen bist?

 

Es gibt sicherlich viele Menschen die tatsächlich glücklich mit ihrem Job sind. Das sind dann aber auch die Menschen, die diesen auch ohne Geld machen würde. Ein Maler würde immer malen. Ein Musiker immer Musik machen, einfach weil es ihm Spaß macht. Oder auch Pflegeberufe oder Lehrer. Diese Stellen wurden sicher nicht vergeben, weil die Bezahlung im Mittelpunkt stand. Der Wunsch Gutes zu tun, war es wohl ehr. Auch gibt es sicher viele Handwerker, die ihr Talent nicht nur wegen der Bezahlung ausführen.

 

 

 

Was wäre also so schlimm daran, wenn ein Großteil unserer Arbeit automatisiert erledigt werden würde und wir uns um die wirklich essentiellen Dinge im Leben kümmern würden? Natürlich müsste jeder seinen Teil für eine gesunde Gesellschaft beitragen, dies muss aber nicht in trivialer Versklavung enden, sondern kann ganz individuell entschieden werden. Und vor allem muss man dafür nicht von morgens bis Abends irgendeinen Blödsinn machen, nur um zu überleben.

 

 

 

Als Beispiel könnte jeder Mensch sich jeden Monat für 20Stunden für eine Tätigkeit seiner Wahl zur Verfügung stellen. (Kinderbetreuung, Krankenpflege, Blumen pflanzen ect.)

 

 

In der kompletten übrigen Zeit dürfte man sich einfach um die Dinge kümmern, auf die man Lust hat.

 

Ein reichhaltiges Angebot an sinnvoller Bildung sollte Bestandteil der neuen Gesellschaft sein. Die Menschen könnten also frei und ungezwungen sich in den für sie interessanten Vorlesungen einschreiben. Nur das Wissen aufnehmen, für das sie sich auch wirklich interessiert. Keine auferlegten Seminare welche die Produktivität steigern soll. So wird das lernen nämlich auch wieder Spaß machen. Und wenn man selbst über eine Gabe oder Wissen verfügt, diese kostenlos an weitere Interessierte vermittelt. Sich frei macht von materieller oder monetärer Bezahlung.

 

Geben was man hat und bekommen was man braucht. Auf freiwilliger Basis. Weil man erkannt hat, dass es nur so funktionieren kann.

 

Lebensnotwendige Dinge einfach bekommen.

 

Die eigene Persönlichkeit entwickeln und nicht mit Protz und Luxus vertuschen, dass man eigentlich gar keine hat.

 

 

 

Die ganzen Berufsgruppen, welche alle überhaupt keine Daseinsberechtigung mehr haben. Sei es die Werbeindustrie, die Banken, die Kaufleute, Börsenmakler, Lobbyisten und Versicherungen. All diese Menschen können sich nicht mehr hinter ihren hübschen Anzügen verstecken und sollten erkennen, dass die Zeit vorbei ist, Gott zu spielen. Diese Gruppe von Menschen ist es leider auch, die so ein nachhaltiges System nicht akzeptieren würde.

 

Was wären sie denn ohne Geld? Wenn man sein ganzes Leben und seine Persönlichkeit einzig allein auf ein Zahlungsmittel aufbaut, dann bricht eine Welt für sie zusammen. So lange jedoch das Geld regiert und Menschen das sagen haben, die nicht moralisch handeln, sondern ihre Meinungen und Taten einzig allein durch die Geldmenge verändern, wird es nur ein Tagtraum bleiben.

 

 

Was bereuen Menschen wenn sie auf dem Sterbebett liegen und dem Tod ins Auge schauen?

 

Das Wunder der Existenz erkennen die meisten Menschen leider erst dann, wenn es schon zu spät ist. Und das bedauern darüber, dass man nicht das Leben gelebt hat, welches man sich doch eigentlich gewünscht hatte. Den Zorn und die Enttäuschung darüber, dass man nicht den Mut gehabt hat, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und immer nur das getan hat, was von einem erwartet wurde. Keine Risiken eingegangen und nichts gewonnen. All die Sicherheit, welche einem so wichtig war, gegen Glück, Zufriedenheit und Selbstbestimmung eingetauscht. Doch die Sicherheit schützt nicht vor dem Tod. Und was bringt einem ein langes und sicheres Leben wenn man das Leben nicht auch mit Leben gefüllt hat?

 

Eine Sache wurde meines Wissens noch nie auf einem Sterbebett bedauert: Zu wenig gearbeitet zu haben!

 

Klar kann man an die Reinkarnation glauben und hoffen, dass man all seine Versäumnisse nachholen kann... man kann aber auch an den Weihnachtsmann glauben.

 

 

Text: Alex Kaspareit

 


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Kommentare: 7
  • #1

    Gudrun (Freitag, 13 Januar 2017 10:46)

    Hi Alex,
    Du glaubst gar nicht wie sehr Du mir aus der Seele sprichst. Danke, für diesen Beitrag. Wenn Du gestattest würde ich ihn auch gerne auf meiner Seite einstellen, natürlich mit entsprechender Verlinkung. Bei all den Verbrechern hast Du einen der Größten vergessen, Monsanto, den Erfinder von Agend Orange und DDT, der anstrebt Weltmarktführer im Saatgutbereich zu werden und Patente auf Lebensmittel erhebt. Der Bayerkonzern, versucht Monsanto zu kaufen, auch u.a. damit der negativ belastete Name Monsanto aus den Medien verschwindet.
    https://www.naturwelt.org/was-tun/raubtierkapitalismus/monsanto/
    Ich sende liebe Grüße an Dich und sage weiter so mit aufrüttelnden Artikeln,
    Gudrun

  • #2

    Alex (Sonntag, 15 Januar 2017 22:52)

    Hey Gudrun,
    vielen Dank für das Lob und die Verlinkung auf deine Seite.
    Ich habe Monsanto nicht genannt, weil dieser ohnehin schon als das ultimative Böse betrachtet wird (was es ja auch ist).
    Wenn man jemanden fragt, welches Unternehmen wohl das mit Abstand niederträchtigste ist, werden die meisten wohl Monsanto nennen. Meine Liste ist bei weitem nicht vollständig, sollte nur einen Denkanstoß liefern und vor allem vermeindlich freundliche Unternehmen, wie die im Artikel genannten, enttarnen.
    Auch nach Monsanto und Bayer wäre die Liste noch lange nicht vollständig.
    Dieser Text hat alle behandelten Themen nur angeschnitten und sind bei weitem nicht abgehandelt. Nur wollte ich die Aufmerksamkeit der Leser nicht all zu sehr beanspruchen ;-)

    Liebe Grüße
    Alex

  • #3

    Johanna (Dienstag, 17 Januar 2017 00:30)

    Ich bin mit dir. Ein schöner Rundumschlag. Was ich gut finde: unter den Reisenden gibt es bisher wenig kritische Stimmen, denn Reisen ist Konsum und sollte immer reflektiert passieren. ist natürlich unbequem sich selbst zu reflektierebn. Bin gespannt was noch zu dem Thema von euch kommt �

  • #4

    Alex (Dienstag, 17 Januar 2017 07:34)

    Danke Johanna, freut mich, dass es dir gefallen hat und du noch die Energie hattest, zu so später Stunde ;-)
    Ja, es gibt noch so einiges über das ich schreiben will. Finde bloß nicht die Zeit dafür. Ich hoffe sehr, dass es damit auf der Reise besser klappen wird.

  • #5

    Eva Schmelzer (Freitag, 03 Februar 2017 16:24)

    Normalerweise neige ich dazu, Ergänzungen zu einem Statement zu machen oder (konstruktive) Kritik zu üben. Hier liegt der eher seltene Fall vor, dass ich stumm bleibe, weil Du alles gesagt hast, was ich (leider nicht schon immer) empfinde. Die Art, wie Du die Welt siehst und wie Du es so klar beschrieben hast würde ich als eine Art "Erleuchtung" bezeichnen.

  • #6

    Alex (Freitag, 03 Februar 2017 22:33)

    Wow, das ist ein riesen Lob! Vielen Dank dafür liebe Eva. Solche Worte geben mir die Kraft, neue Artikel zu schreiben und geben mir Bestätigung den richtigen Weg eingeschlagen zu haben.

  • #7

    Yve (Sonntag, 08 Oktober 2017 10:47)

    Hallo Alex, das ist wirklich ein exzellenter Artikel - vielen Dank für Deine Mühe!
    Ich bin bereits dem “Konsumterror” vor 10 Jahren entflohen & lebe ein sehr einfaches Leben auf einer Farm in Afrika, umgeben von vielen Tieren und wunderschöner Natur-hier habe ich mein wahres Lebensglück
    gefunden.

    Gruß • Yve

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